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Anrechnung Aufwandsentschädigung auf die Rente

Ob Zuwendungen an ehrenamtlich Tätige Rentner Auswirkungen auf die Rente haben, ist nach Art der Rente zu beantworten.

Wenn das Renteneintrittsalter erreicht ist und eine Altersrente gezahlt wird, so ist jeder Hinzuverdienst unerheblich für die Höhe der Rente. Möglicherweise ist der Hinzuverdienst allerdings steuerpflichtig.

Bei Erwerbsminderungsrenten (EM-Renten) oder Hinterbliebenenrenten hingegen gibt es Hinzuverdienstgrenzen in den §§ 34, 96a und 97 SGB VI.

Vorab lässt sich festhalten, dass ein Betrag, der für die Pflege einer Person gezahlt wird, in jedem Fall unberücksichtigt bleibt, wenn die Summe das Pflegegeld im Sinne des § 37 SGB XI nicht übersteigt.

Sonstige Zuwendungen an ehrenamtlich tätige Rentner werden auf ihren Lohnersatzcharakter geprüft. Unter den § 34 Abs. 2 SGB VI fallen Zahlungen, auch wenn sie pauschaliert sind, nicht, die nur entstandene Aufwendungen abgelten. Sie sind kein Arbeitseinkommen oder Arbeitsentgelt und haben keine Auswirkungen auf die Rentenhöhe.

Wenn durch die Zuwendung jedoch ein Verdienstausfall ausgeglichen wird, wird diese Zahlung auf die Rente angerechnet. Die Rente entfällt jedoch nicht vollständig. Bis zu einem Betrag von 400 Euro ist ein Hinzuverdienst unerheblich. Die 400 Euro Grenze kann zudem zweimal pro Jahr überschritten werden. Erhält der ehrenamtlich tätige Rentner mehr Geld im Sinne einer Entschädigung für einen Verdienstausfall, so erfolgt eine anteilige Anrechnung.