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Definition Ehrenamt

Ein gesetzlicher Anspruch auf Ausstellung eines Zeugnisses oder einer Bescheinigung über die ehrenamtliche Tätigkeit besteht nicht.

Was ist Ehrenamt?

Ehrenamt wird auch als bürgerschaftliches Engagement bezeichnet. Eine gesetzliche Definition von Ehrenamt gibt es nicht. Was ist ein Ehrenamt? Grob kann man sagen, dass es eine Tätigkeit ist, die freiwillig, gemeinwohlorientiert und unentgeltlich erfolgt.

Man muss jedoch wissen, dass gewisse ehrenamtliche Tätigkeiten sehr wohl nur begrenzt freiwillig sind. So kann man etwa die Position eines ehrenamtlichen Richters etwa nur aus gravierenden Gründen ablehnen. Ähnlich ist es hinsichtlich der Gemeinwohlausrichtung. Ein Eigeninteresse spielt oft eine Rolle, etwa bei Tätigkeiten in berufsständischen Vereinigungen. Und schließlich: Unentgeltlichkeit bedeutet nicht, dass man keinerlei Zahlung für seine ehrenamtliche Tätigkeit erhält. Der Gesetzgeber selbst geht vielmehr in den meisten Fällen von einer Einkünfteerzielungsabsicht aus.

Warum Ehrenamt?

Wo finden wir das Ehrenamt? Wo wird ehrenamtlich gearbeitet? Die größten Tätigkeitsbereiche findet man in den Feldern Sport, Kultur und Musik, Freizeit, Gesundheit, Soziales, Schule, Kindergarten, Bildungsarbeit, Umweltschutz, Naturschutz, Tierschutz, in der Politik, Kirche, Justiz, bei den Unfall- und Rettungsdiensten oder der wirtschaftlichen Selbsthilfe.

Wer ein Ehrenamt ausüben möchte, der sollte sich fragen: warum möchte ich ehrenamtlich tätig werden. Hier sollte er nach seinem eigenen Interesse forschen. Denn das ist wichtig. Die Träger erwarten nämlich dieses Interesse und die sich daraus ergebende Verlässlichkeit. Wichtig ist auch, dass die eigenen Erwartungen in die ehrenamtliche Tätigkeit geäußert werden, etwa der Umfang, die Art und die Zeiten der Tätigkeit. Klarheit muss auch über den Ersatz von Aufwendungen, über Versicherungsschutz und Fortbildungsmöglichkeiten bestehen.